Weiterentwicklung

Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Matrix 1.0: wurde von den Attac-UnternehmerInnen erstellt, sie ist in der Erstauflage des Buches „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ (Deuticke, 2010) veröffentlicht.

Matrix 2.0: Weiterentwicklung der ersten Version bis Februar 2011 – vom Redaktionsteam nach einer ersten Feedbackwelle infolge des Symposiums „Unternehmen neu denken“ am 6. Oktober 2010. Die Kriterienanzahl betrug damals noch über 50. Matrix 3.0: wurde vom Redaktionsteam auf 18 Zielindikatoren (damals noch „Kriterien“) reduziert, nach der ersten „Berührung“ der Pionierunternehmen mit der Version 2.0, die versuchten, diese anzuwenden und zu berechnen. Sie war die Grundlage für die Entscheidung der ersten knapp 60 Unternehmen, die Gemeinwohlbilanz 2011 erstmals freiwillig zu erstellen.

Matrix 3.0: wurde vom Redaktionsteam auf 18 Zielindikatoren (damals noch „Kriterien“) reduziert, nach der ersten „Berührung“ der Pionierunternehmen mit der Version 2.0, die versuchten, diese anzuwenden und zu berechnen. Sie war die Grundlage für die Entscheidung der ersten knapp 60 Unternehmen, die Gemeinwohlbilanz 2011 erstmals freiwillig zu erstellen.

Matrix 4.0: war die gültige Bilanz für 2012 und Anfang 2013 und Basis für die Gemeinwohlberichte und die Bilanzpressekonferenz am 24. April 2013. Der frühere Indikator Gleichstellung und Umgang mit Benachteiligten (C5 in der Matrix 3.0) wurde in C1 Arbeitsplatzqualität integriert.

Matrix 4.1: ist eine Verbesserung der Matrix 4.0. mit einigen Maßnahmen der Abschwächung der Mathematisierung der Bewertung. Sie wurde am 1. März 2013 veröffentlicht und ist ab dann gültig. Bis Ende Juni 2013 gilt eine Übergangsfrist, in der auch auf Basis der Matrix 4.0. auditiert/peer-evaluiert werden darf. Seit 1. Juli 2013 werden nur noch Berichte auf Basis der Matrix 4.1 angenommen.

Matrix 5.0: wird noch weiter weg von den Punktezahlen gehen, eventuell könnte die Gesamtpunktzahl wegfallen. Gleichzeitig werden mehr Branchen- und Größenaspekte berücksichtigt und einzelne Leitfäden und Handbücher entstehen. Die Bilanz wird mehrere Jahre lang einmal jährlich angepasst: der Rohdiamant wird geschliffen. Ziel ist, dass die Expertise, Erfahrungen und Meinungen von Tausenden von UnternehmerInnen, Privatpersonen, WissenschaftlerInnen, Organisationen und anderen AkteurInnen einfließt.

Nach rund fünf Jahren soll ein demokratisch gewählter Wirtschaftskonvent aus unserer Vorarbeit ein Gesetz machen. Die dort formulierte und vom demokratischen Souverän (eventuell durch systemisches Konsensieren) angenommene Version wird die erste für alle Unternehmen rechtsverbindliche Gemeinwohlbilanz.

 

Mitarbeit bei der Weiterentwicklung

Die Matrix lebt – und wir möchten sie gerne inhaltlich weiterentwickeln. Dazu brauchen wir Mitarbeit und Rückmeldungen. Seit Mitte 2012 ist ein Wiki eingerichtet, in dem jetzt die gültigen Versionen Matrix 4.0 und 4.1 online zugänglich sind. Jedes Unternehmen, jede BeraterIn, jede AuditorIn und AktivistIn ist herzlich eingeladen, ihr/sein Wissen im Wiki zu teilen. Dafür bitten wir, die Kommentarfunktion zu verwenden und die Anregungen unterhalb des jeweiligen Indikators hinzuzufügen: http://balance.ecogood.org/matrix-4-1-de/handbuch
 

Das Redaktionsteam

Die bisherige Auswahl der Indikatoren sowie die aktuellen Versionen der Erläuterungen und des Handbuches sind der Beginn einer langen Arbeit, an der viele Menschen mit Erfahrung, Expertise und Kreativität mitwirken sollen. Das auf 16 Personen angewachsene Redaktionsteam arbeitet seit Anfang unverändert zu 100 % ehrenamtlich, was bis auf weiteres auch so bleiben soll. Nur die KoordinatorIn erhält eine geringe Aufwandsentschädigung. Ziel für 2013 ist, dass es für jeden der 17 Indikatoren eine verantwortliche Redakteurin gibt, die wiederum ein kleines „Indikatorenteam“ um sich schart, das den jeweiligen Indikator mit allen Unterlagen weiterentwickelt. Auf jeder Erläuterung ist diese RedakteurIn als Ansprechperson angegeben, die sich über Rückmeldungen für die weitere Bearbeitung und Verbesserung freut. Kreis der RedakteurInnen »